Verkauf & Verhandlung

Wie navigierst du den Tanz um den Preis in Verhandlungen?

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Vorbereitung: deine Schmerzgrenze

Bevor du in die Verhandlung gehst, definiere drei Werte: Wunschpreis, Realistischer Zielpreis, Walk-Away-Point (unter dem du nicht gehst). Diese drei klar zu kennen schützt vor emotionalen Zugeständnissen in der Hitze der Verhandlung. Wer nur einen Wert hat (den Wunsch), verhandelt naiv.

Das Eröffnungs-Ritual

Eröffne über deinem Zielpreis, aber nicht so hoch, dass der Kunde aus dem Gespräch aussteigt. Faustregel: 10 bis 20 Prozent über dem Zielpreis. Das gibt dir Verhandlungsspielraum. Wer am Anfang schon den Zielpreis aufruft, hat keinen Raum mehr und muss am Ende darunter gehen.

Kleine Schritte, nie Halbierung

Schlechter Verhandler: Eröffnung 100, Kunde will 60, Verhandler sagt 80 (Mitte). Guter Verhandler: Eröffnung 100, Kunde will 60, Verhandler sagt 95 (kleiner Schritt, signalisiert Standhaftigkeit). Nach mehreren Runden landet man bei 85, nicht bei 80. Die Schritte werden kleiner, je näher man dem Ziel kommt.

Gegenleistung fordern

Jedes Zugeständnis kostet etwas. Wer den Preis senkt, sollte etwas zurückbekommen: längere Vertragslaufzeit, größere Stückzahl, schnellere Zahlung, Referenz-Vereinbarung. „Ich kann den Preis um 5 Prozent senken, wenn Sie auf zwei Jahre buchen.“ Diese Reziprozität ist Profi-Verhandlung und schützt vor Preis-Erosion.

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