Supply Chain Management

Was bedeutet das Lieferkettengesetz für KMU?

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Direkte vs. indirekte Betroffenheit

Direkt betroffen: Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitenden in Deutschland. Diese müssen Risikoanalysen, Präventions- und Abhilfemaßnahmen, Beschwerdeverfahren und jährlichen Bericht implementieren. Indirekt betroffen: alle Zulieferer, weil Sorgfaltspflichten vertraglich weitergegeben werden. Faktisch betrifft das LkSG so 100.000+ KMU.

Was KMU konkret tun müssen

Großkunde fordert: 1) Selbstauskunft zu Standards (Sozialstandards, Umwelt, Compliance), 2) Lieferanten-Code-of-Conduct unterzeichnen, 3) bei Audits mitwirken, 4) bei Vorfällen kooperieren. Wer das ablehnt, verliert den Großkunden. Die Auflagen sind oft umfangreich und nicht durch das LkSG selbst, sondern durch den Großkunden definiert.

Pragmatische Vorbereitung

1) Basis-Selbstauskunft vorbereiten, die für alle Großkunden nutzbar ist. 2) Eigene Sub-Lieferanten prüfen (du gibst die Pflicht weiter). 3) Dokumentation aufbauen (Zertifikate, Auditberichte). 4) Beschwerdemechanismus einrichten (auch für KMU sinnvoll). 5) Mitarbeitende informieren. Diese 5 Schritte machen aus der Pflicht eine Chance.

LkSG als Wettbewerbsvorteil

Wer früh LkSG-fit ist, gewinnt Großkunden gegenüber Wettbewerbern, die noch nicht aufgestellt sind. Zudem: viele Auflagen sind sinnvolle Management-Hygiene (Lieferketten-Transparenz, Risikobewusstsein). KMU, die das strategisch sehen, profitieren auch unabhängig vom LkSG.

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