Supply Chain Management

Was unterscheidet CSDDD und LkSG?

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Räumlicher Geltungsbereich

LkSG: nur Deutschland, gilt für deutsche Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitenden. CSDDD: EU-weit, deutsche Unternehmen müssen LkSG UND CSDDD beachten. Die CSDDD wird in nationalen Gesetzen umgesetzt (Umsetzungsfrist 2 Jahre nach Verabschiedung). In Deutschland wird CSDDD vermutlich das LkSG ablösen oder erweitern.

Größenschwelle

LkSG: ab 1.000 Mitarbeitende (seit 2024, vorher 3.000). CSDDD: ab 1.000 Mitarbeitende UND 450 Mio. Euro Umsatz. Geplant war ursprünglich 250 Mitarbeitende. Wurde im Trilog reduziert. CSDDD trifft also weniger Unternehmen direkt, dafür mit härteren Folgen.

Tiefe der Lieferkette

LkSG: direkter Zulieferer (Tier-1) muss überwacht werden. Indirekte Zulieferer (Tier-2+) nur anlassbezogen. CSDDD: gesamte Wertschöpfungskette muss überwacht werden, vor- UND nachgelagert (auch Vertriebspartner, Endkunden-Verarbeitung). Das ist deutlich umfangreicher und teurer.

Haftungsregime

LkSG: nur behördliche Bußgelder, keine zivilrechtliche Haftung gegenüber Geschädigten. CSDDD: zivilrechtliche Haftung möglich. Geschädigte (z.B. Arbeitsrechtsverletzungen im Ausland) können in EU-Gerichten klagen. Das verändert das Risiko-Profil massiv: nicht nur Bußgeld, sondern unbegrenzte Schadensersatzklagen.

Praxis: was Unternehmen jetzt tun sollten

Konkreter Vorbereitungs-Plan: 1) Inventur aller Lieferanten inkl. Tier-2 und Tier-3. 2) Risikoanalyse pro Region und Material. 3) Code-of-Conduct mit allen kritischen Lieferanten unterzeichnen. 4) Beschwerdemechanismus etablieren. 5) Datenraum für Dokumentation aufbauen. Diese Vorbereitung dauert 6-12 Monate: wer jetzt nicht startet, ist bei CSDDD-Inkrafttreten überfordert.

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