BGF (Betriebliche Gesundheitsförderung)
BGF umfasst freiwillige Maßnahmen, mit denen Arbeitgeber die Gesundheit ihrer Beschäftigten fördern. Bewegung, Ernährung, Stressmanagement, Suchtprävention. Sie ist eine Säule des übergeordneten BGM, aber nicht identisch damit.
BGF ist die konkrete, sichtbare Seite der Gesundheitsarbeit im Unternehmen. Während BGM Strukturen und Steuerung meint, sind BGF-Maßnahmen das, was Mitarbeitende tatsächlich erleben: Yoga-Kurs, Rückenprogramm, MBSR-Training, Bewegungs-App, gesunde Kantine.
Handlungsfelder nach §20 SGB V
Der Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbands definiert vier zertifizierungsfähige Handlungsfelder: Bewegung, Ernährung, Stressmanagement, Suchtmittelkonsum. Zertifizierung läuft über die Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP). Voraussetzung für §-3-Nr.-34-EStG-Steuerfreiheit.
Verhaltens- vs. Verhältnisprävention
BGF kann an Personen ansetzen (Verhaltensprävention: Resilienz, Bewegung) oder an Strukturen (Verhältnisprävention: Ergonomie, Schichtplanung). Studien (iga.Report) zeigen: Kombination beider Ansätze ist deutlich wirksamer als nur Verhalten.
Beispiele aus der Praxis
Beispiel Bewegung: 12-Wochen-Rückenprogramm vor Ort, ZPP-zertifiziert, 90% Krankenkassen-Zuschuss, Rest über §3 Nr. 34 EStG. Pro Teilnehmer ~120€ Nettokosten für den Arbeitgeber.
Beispiel Stress: MBSR-Kurs (8 Wochen) als digitales Live-Format mit zertifizierter Lehrkraft. ~250€/Kopf, voll unter §3 Nr. 34 EStG abrechenbar.
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