Was ist Return on Prevention (ROP) im BGM?
ISSA-Studie 2011
Die Internationale Vereinigung für Soziale Sicherheit (ISSA) untersuchte 300+ Unternehmen weltweit. Ergebnis: pro Euro Präventions-Investition flossen durchschnittlich 2,20 Euro zurück (gesparte Krankheitstage, geringere Unfallquote, höhere Produktivität, weniger Fluktuation). Diese Zahl ist BGM-Standard-Argument.
Was zählt zum Ertrag
Direkt: reduzierte Krankheitstage, weniger Arbeitsunfälle, geringere Berufsgenossenschafts-Beiträge. Indirekt: höhere Produktivität (gesunde Mitarbeitende leisten mehr), bessere Mitarbeiter-Bindung, bessere Arbeitgebermarke, weniger Recruiting-Aufwand. Indirekte Effekte sind schwerer messbar, oft größer als direkte.
Berechnungs-Beispiel
Unternehmen mit 200 Mitarbeitenden investiert 100.000 Euro in BGM (500 Euro/Mitarbeitenden/Jahr). Ergebnis nach 3 Jahren: Krankenstand um 1,2% reduziert = 80.000 Euro/Jahr gespart. Plus: 2 vermiedene Kündigungen á 50.000 Euro = 100.000 Euro. Gesamt-ROP: ca. 1,8:1 in den direkten Effekten.
Voraussetzungen für hohen ROP
Strategisch geplantes BGM (Steuerkreis, Strategie, Evaluation). Verhältnis-Prävention dominiert (wirksamer als Verhaltens-Prävention). Führungskräfte als Multiplikator. Klare Zielgruppen-Orientierung (nicht Gießkanne). Plus: 2-3 Jahre Geduld, ROP zeigt sich nicht im ersten Jahr.
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