Verkauf & Verhandlung

Was bedeutet das Harvard-Prinzip „Menschen und Probleme trennen“?

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Das Problem der Vermischung

Ein netter Mensch erzählt etwas Doofes, ein unsympathischer Mensch macht ein gutes Angebot. Beides ist schwer zu verarbeiten, weil wir Person und Sache automatisch vermischen. In der Folge: gute Ideen werden abgelehnt, weil der Bote nicht passt, oder schlechte Vorschläge akzeptiert, weil die Person sympathisch ist. Verhandlungen werden zur Sympathie-Frage.

Der Realitäts-Test

Bevor du in Verhandlung gehst, frag dich: Würde ich diese Position auch akzeptieren, wenn jemand anderes sie vorschlüge? Würde ich diese Idee ablehnen, wenn sie von meiner besten Freundin käme? Diese mentale Übung enttarnt, wo Sympathie/Antipathie die Sachentscheidung verzerrt. Wer das regelmäßig macht, baut Verhandlungs-Souveränität auf.

Aktives Zuhören als Werkzeug

Wenn Emotionen hochkochen, hilft eine Pause plus aktives Zuhören. Statt zu kontern, fasse zusammen: „Ich verstehe, dass dich das frustriert, weil…“. Diese Anerkennung der Beziehungsebene löst die Verschmelzung und macht den Kopf wieder frei für sachliche Diskussion. Verhandeln läuft erst, wenn Personen sich gesehen fühlen.

Praxis: Hart in der Sache, weich zum Menschen

Fisher und Ury bringen es auf die Formel: Hart in der Sache, weich zum Menschen. Du kannst sehr klare Forderungen stellen und trotzdem respektvoll mit dem Gegenüber umgehen. Im Gegenteil: nur diese Kombination führt zu nachhaltigen Lösungen, weil beide Seiten sowohl Inhaltlich gewinnen als auch ihr Gesicht wahren.

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