Betriebliches Gesundheitsmanagement

Warum sind Führungskräfte im BGM Multiplikatoren?

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Was übertragen wird

Führungskräfte multiplizieren mehr, als ihnen oft bewusst ist: Einstellungen, Werte, Arbeitsstile, Bedürfnisse, Stimmung. All das wird vom Team gelesen, interpretiert und imitiert. Wer als Führungskraft sagt „Gesundheit ist wichtig", aber selbst um 22 Uhr noch Mails verschickt, multipliziert die Mails, nicht die Gesundheit. Worte zählen weniger als Verhalten.

Stimmung ist der stärkste Hebel

Die Stimmung der Führungskraft färbt das ganze Team. Wer einen launischen Chef hatte, kennt das Phänomen: morgens raten alle, mit welcher Laune er kommt. Produktivität, Kreativität, Vertrauen, alles hängt davon ab. Das ist nicht „weichgespültes Soft-Skills-Geschwafel", sondern messbarer Effekt: laut Gallup-Studien erklärt Führungs-Stimmung 70 % der Mitarbeitenden-Engagement-Varianz.

Die Verantwortung daraus

Aus der Multiplikator-Rolle folgt: Eine Führungskraft hat die Pflicht, selbst emotional ausgeglichen zu sein, soweit das möglich ist. Das ist nicht „Schauspielerei", sondern reflektierte Selbstführung. Wer schlecht drauf ist, sollte das benennen statt verstecken („Mir geht es heute nicht gut, ist nicht euer Problem"). Transparenz reduziert die Multiplikation negativer Stimmungen drastisch.

Praktische Selbstprüfung

Eine Woche lang vor jedem Team-Termin 30 Sekunden Innehalten: Wie ist meine Stimmung? Welche Botschaft sende ich gerade unausgesprochen? Will ich das so multiplizieren? Diese kleine Übung verändert die Selbstwahrnehmung und damit die Wirkung auf das Team. Multiplikation lässt sich nicht abstellen, aber bewusst steuern.

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