Welche Förderprogramme gibt es für BGM?
Steuerfreibetrag §3 Nr. 34 EStG
Bis zu 600 Euro je Beschäftigten und Jahr für betriebliche Gesundheitsförderung sind steuerfrei (sozialabgabenfrei). § 3 Nr. 34 EStG stellt dafür zwei Bedingungen: Du musst die Leistung zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbringen, und sie muss hinsichtlich Qualität, Zweckbindung, Zielgerichtetheit und Zertifizierung den Anforderungen der §§ 20 und 20b SGB V genügen. Eine Gehaltsumwandlung erfüllt das nicht.
Krankenkassen-Beratung und Bezuschussung
Gesetzliche Krankenkassen bieten Unternehmen nach § 20b Abs. 3 SGB V Beratung und Unterstützung an und fördern den Aufbau gesundheitsförderlicher Strukturen. Typisch sind kostenlose Beratung beim Aufbau eines BGM, Kursleitungen und Zuschüsse zu Maßnahmen. Wie hoch ein Zuschuss ausfällt, legt jede Kasse selbst fest. Frag deine Kasse nach ihrem Angebot zur betrieblichen Gesundheitsförderung.
Berufsgenossenschaften
Gewerbliche und Verwaltungs-Berufsgenossenschaften fördern Prävention. Typisch sind kostenlose Schulungen und bereitgestelltes Material. Das Angebot unterscheidet sich je Branche. Welche Maßnahmen Geld bekommen, legt deine Berufsgenossenschaft selbst fest. Frag dort direkt nach. Die Anmeldung beim zuständigen Träger ist Pflicht.
BAuA und INQA-Coaching
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) bietet Tools und Beratung. Das INQA-Coaching des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales fördert beteiligungsorientierte Beratung zu Veränderungen durch den digitalen Wandel. Ein autorisierter INQA-Coach begleitet dich an bis zu zwölf Beratungstagen, erstattet werden bis zu 80 Prozent der Beratungskosten. Eine Kombination mehrerer Programme ist oft möglich.
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