Was ist die EU-Taxonomie und wie funktioniert sie?
Die sechs Umweltziele
1) Klimaschutz, 2) Anpassung an Klimawandel, 3) nachhaltige Wassernutzung, 4) Übergang zur Kreislaufwirtschaft, 5) Vermeidung von Verschmutzung, 6) Schutz von Biodiversität. Eine Aktivität muss zu mindestens einem dieser Ziele substanziell beitragen, um taxonomiekonform zu sein.
Drei Kriterien für Taxonomiekonformität
1) Substanzieller Beitrag zu einem der 6 Ziele. 2) Do-no-significant-harm (DNSH): keinem der anderen Ziele schaden. 3) Mindestschutz: OECD-Leitsätze, UN-Leitprinzipien für Menschenrechte, ILO-Kernarbeitsnormen. Erst wenn alle drei erfüllt sind, gilt die Aktivität als grün im Sinne der Taxonomie.
Wer ist betroffen
Direkt: alle Unternehmen, die nach CSRD berichten müssen. Sie müssen offenlegen, welcher Anteil von Umsatz, Capex und Opex taxonomiekonform ist. Indirekt: alle, deren Kunden taxonomiekonforme Lieferanten suchen. Banken und Investoren orientieren ihre Kreditvergabe und Anlageentscheidungen zunehmend an Taxonomie-Quoten.
Praxis-Hinweis
Die Taxonomie ist komplex und entwickelt sich weiter (delegierte Rechtsakte). Für Unternehmen sinnvoll: 1) Geschäftsaktivitäten gegen Taxonomie-Liste mappen. 2) Lücken identifizieren (welche Aktivitäten könnten konform werden?). 3) Roadmap aufstellen. 4) Berichterstattung jährlich. Wer früh startet, gewinnt Investoren-Vertrauen.
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