Verkauf & Verhandlung

Was sagt das Eisberg-Modell im Verkaufsgespräch aus?

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Sichtbar und unsichtbar

Über Wasser: Sachebene. Was du siehst und hörst: Kleidung, Auftreten, gesprochene Worte, Produktinfos, Preis. Unter Wasser: Beziehungsebene. Was du nicht direkt siehst: Gedanken, Bedürfnisse, Werte, Stimmung, Hunger, schlechte Laune wegen eines Streits am Morgen. Diese Schicht ist deutlich größer und beeinflusst Entscheidungen viel stärker als die sichtbare.

Warum das im Verkauf so wichtig ist

Ein Kunde betritt deinen Laden und lächelt nicht. Sachebene-Interpretation: „Der ist desinteressiert.“ Beziehungsebene-Realität: Vielleicht hatte er gerade Stress, vielleicht ist er einfach schüchtern, vielleicht hat er Sorgen. Wer schnell auf der Sachebene urteilt, verbaut sich die Beratung. Vorurteile entstehen genau hier.

Unter die Oberfläche kommen

Wie kommst du an die Beziehungsebene? Mit offenen Fragen. Nicht „Wollen Sie das?“, sondern „Was würde dieses Produkt für Sie ändern?“ oder „Was ist Ihnen wichtig, wenn Sie an die Anschaffung denken?“ Offene Fragen öffnen die Schichten unter Wasser und liefern dir Informationen, die du sonst nie bekommst.

Praxis: drei offene Fragen pro Gespräch

Faustregel für deine ersten Wochen: Stell pro Gespräch mindestens drei offene Fragen, bevor du dein Produkt präsentierst. Was ist der Anlass? Was haben Sie bisher probiert? Was wäre für Sie ein gutes Ergebnis? Mit dieser Vorarbeit triffst du den Bedarf, statt zu raten.

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