Betriebliches Gesundheitsmanagement

Wie arbeitet der Betriebsarzt mit dem BGM zusammen?

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Gesetzliche Basis

Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) verpflichtet Arbeitgeber, einen Betriebsarzt zu bestellen, je nach Branche und Mitarbeitendenzahl mit definierter Mindeststundenzahl. Aufgaben: Beratung des Arbeitgebers in arbeitsmedizinischen Fragen, Vorsorge-Untersuchungen (Pflicht-, Angebot-, Wunschuntersuchungen), Erste-Hilfe-Organisation.

Rolle im BGM-Steuerkreis

Der Betriebsarzt bringt medizinische Expertise in BGM-Entscheidungen. Beispiele: bewertet Maßnahmen-Vorschläge medizinisch, identifiziert Risiko-Trends, empfiehlt Prävention-Schwerpunkte basierend auf gesehenen Krankheitsbildern. Plus: aggregiert anonyme Statistiken zu Krankschreibungen, die ins Reporting fließen.

Schweigepflicht als Grundlage

Betriebsärzte unterliegen ärztlicher Schweigepflicht. Einzeldaten von Patientinnen dürfen NICHT an HR oder Geschäftsführung weitergegeben werden. Auch nicht 'Frau X war wegen Y krank'. Was geht: anonymisierte aggregierte Trends ('30% der Krankschreibungen waren psychisch bedingt'). Diese Trennung ist Vertrauens-Basis.

Externe vs interne Betriebsärzte

Kleine Unternehmen nutzen meist externe Anbieter (z.B. B·A·D, AMD Tüv Süd). Vorteil: günstiger, breites Know-how. Nachteil: weniger Kontinuität, weniger Vor-Ort-Präsenz. Große Unternehmen haben oft interne Werksärzte. Mittelweg: Externer Anbieter mit festem Ansprechpartner für Kontinuität.

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