SBI-Modell (Situation-Behavior-Impact)
Das SBI-Modell strukturiert Feedback in drei Schritten: konkrete Situation benennen, beobachtetes Verhalten beschreiben (ohne Interpretation), Wirkung erklären. Entwickelt vom Center for Creative Leadership 1990er, reduziert Verteidigung um 50 %.
Definition
Das SBI-Modell ist ein Drei-Stufen-Framework für Feedback-Gespräche, entwickelt vom Center for Creative Leadership (CCL). Wirkt für positives wie kritisches Feedback.
Die drei Bausteine
Situation: konkrete Situation benennen. WANN + WO. Z.B. 'Im Team-Meeting letzten Mittwoch um 14h'.
Behavior: beobachtbares Verhalten beschreiben (keine Interpretation). WAS wurde getan. Z.B. 'als du Sarah unterbrochen hast', NICHT 'als du respektlos warst'.
Impact: Wirkung beschreiben. WIE hat es gewirkt. Z.B. 'hat Sarah sich nicht mehr eingebracht'.
Warum es wirkt
Konkretheit verhindert 'das-stimmt-nicht'-Verteidigung. Verhalten wird vom Charakter getrennt: 'du hast X getan' statt 'du bist X'. Wirkung als Information, nicht als Anschuldigung.
Anti-Patterns
B als Interpretation ('du warst arrogant').
S unspezifisch ('letzte Woche manchmal').
I als Schuldzuweisung ('das hat alle frustriert').
Mehrere SBI ohne Pause: zu viel für Empfänger.
Erweiterung: SBI-A
Bei wiederkehrendem Verhalten ergänzt man Ask: konkrete Bitte um Änderung. Aus SBI wird SBI-A. Bei Konflikt-Eskalation ist Gewaltfreie Kommunikation (Rosenberg) bessere Wahl.
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