Aktives Zuhören
Eine Gesprächshaltung und Technik nach Carl Rogers (1957), bei der der Zuhörer das Gehörte aktiv zurückspiegelt, durch Paraphrasieren, Verbalisieren von Gefühlen, offene Fragen und Pausen. Ziel ist Verstehen, nicht Antworten.
Aktives Zuhören geht auf den Psychotherapeuten Carl Rogers zurück, der drei Grundhaltungen formulierte: Echtheit (Kongrünz), bedingungslose Wertschätzung und Empathie. Aus der Therapie wanderte das Konzept in Coaching, Mediation, Führung und Verkauf, überall, wo Verstehen vor Reagieren steht.
Die typischen Techniken
Paraphrasieren („Habe ich richtig verstanden, dass…?“), Verbalisieren von Gefühlen („Das klingt, als ob…“), offene Fragen, Pausen aushalten, nicht unterbrechen, am Ende zusammenfassen. Diese sechs Techniken bilden den praktischen Kern.
Nicht zu verwechseln mit
Aktives Zuhören ist nicht „aufmerksam dasitzen“ und auch nicht „therapeutisches Nicken“. Es ist eine aktive Rückspiegelung des Gehörten. Wer schweigt, ohne zu signalisieren, was angekommen ist, hört passiv.
Beispiele aus der Praxis
Beispiel Führung: Mitarbeiter sagt: „Ich weiß nicht, ob das Projekt noch Sinn ergibt.“ Schlechte Reaktion: „Doch, das ist wichtig.“ Aktiv: „Du fragst dich, ob die Zeit gut investiert ist, was hat sich verändert?“
Beispiel Vertrieb: Kunde sagt: „Wir haben da schlechte Erfahrungen mit Cloud-Lösungen.“ Schlecht: „Bei uns wird das anders.“ Aktiv: „Was war konkret die Erfahrung, und wovor wäre dir wichtig, geschützt zu sein?“
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