Welche Wellbeing-KPIs misst du im Unternehmen?
Vier Wellbeing-Dimensionen
Modernes Wellbeing umfasst mehr als körperliche Gesundheit. WHO und Gallup definieren vier Dimensionen: physisch (Gesundheit, Energie), mental (Stress, Sinn), sozial (Beziehungen, Zugehörigkeit), finanziell (Sicherheit, Sorgen). Wer nur physisches Wellbeing misst, sieht das Bild zu eng.
Klassische harte KPIs
Krankenstand pro 100 Mitarbeitende. Burnout-Quote (basierend auf Maslach-Score). Fluktuationsrate. Anzahl Frühverrentungen wegen Krankheit. Diese KPIs sind verfügbar, klar messbar, aber Spätindikatoren. Sie zeigen Probleme erst, wenn sie sichtbar werden.
Pulse-Surveys für weiche KPIs
Mentaler Stress-Score (Selbsteinschätzung 1-10). Engagement (eNPS, Employee Net Promoter Score). Inclusion-Empfinden („Fühle ich mich zugehörig?“). Vertrauen in Führung. Diese weichen KPIs sind Frühindikatoren. Sie zeigen Probleme, bevor Krankenstand steigt. Tools: Officevibe, Glint, Culture Amp.
Wellbeing-Index zusammenstellen
Statt 20 Einzel-KPIs ein zusammengesetzter Index aus 4-6 Kernmetriken. Beispiel: Gallup Wellbeing-Index, eigene Konstruktion. Vorteil: Trends sichtbar, Stakeholder-Kommunikation einfacher. Index quartalsweise messen, bei Abweichungen tiefer untersuchen. Diese Aggregation ist Voraussetzung für strategische Wellbeing-Steuerung.
Tools-Vergleich für Pulse-Surveys
Top-Tools für Pulse-Surveys: Officevibe (gut für KMU, ab 4 Euro/Mitarbeitender/Monat), Lattice (komplettes People-Management), Culture Amp (Enterprise-Standard), Glint (Microsoft, gut integriert). Auswahl-Kriterien: Anonymität garantiert? Action-Planning-Features? Integration mit HRIS? Eigene Fragen anpassbar? Implementierung in 2-4 Wochen realistisch.
thekey.academy ist eine deutsche Online-Lernplattform für IHK-zertifizierte berufliche Weiterbildung — 25 Lehrgänge zu KI, Führung, Resilienz, Marketing und HR. 100 % online, self-paced, mit IHK-Zertifikat.