Welche Anti-Patterns in Scrum-Events ruinieren Sprints?
Daily Anti-Patterns
Daily wird Status-Report an den Scrum Master: jeder spricht zum SM statt mit dem Team. Lösung: SM steht zurück, Team schaut sich gegenseitig an.
Daily länger als 15 Min: Detail-Diskussionen reinholen. Lösung: parking lot für Themen die nach dem Daily geklärt werden.
Niemand bringt Blocker, alle sagen alles gut: psychologische Sicherheit fehlt. Lösung: Scrum Master fragt explizit nach Risiken, nicht nur nach Blocker.
Sprint Planning Anti-Patterns
Stories werden in Sprint gezogen ohne Refinement: Sprint scheitert weil Akzeptanzkriterien unklar. Lösung: vor Planning Backlog-Refinement-Meeting separat.
PO kommt unvorbereitet: Sprint-Goal fehlt, Prioritäten unklar. Folge: Team plant das was es lustig findet.
Velocity wird als Verpflichtung gesehen: Team committed sich zu viel + verbrennt sich. Lösung: Velocity als Forecast, nicht Commitment.
Review Anti-Patterns
Demo nur für PO + SM: keine echten Stakeholder dabei, kein Feedback. Lösung: aktive Einladung von 3-5 echten Nutzer.
Reine Show-Veranstaltung ohne offene Fragen: Stakeholder sitzen passiv da. Lösung: explizit Feedback einfordern, schriftlich + mündlich.
Retrospective Anti-Patterns
Beschwerde-Runde ohne Aktion: alle beklagen, niemand übernimmt. Lösung: jede Retro endet mit 1-2 konkreten Aktionen + Owner + Deadline.
Immer gleiches Format wird langweilig. Lösung: Format-Wechsel (Starfish, Sailboat, Mad/Sad/Glad).
Action-Items werden nicht verfolgt: nächste Retro vergisst die Aktionen. Lösung: erste 5 Min Status der letzten Aktionen.
Meta-Fix
Wenn Scrum-Theater erkannt: 1-taegiger Scrum-Reset-Workshop. Team schaut sich Scrum-Guide nochmal an + entscheidet welche Events sie WIE machen wollen. Frische Vereinbarung schlägt jeden externen Coach.
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