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KI-Kompetenz

Was ist die R-K-A-F-B-Formel für Prompts?

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Ein guter Prompt ist ein zielgerichtetes Briefing, und R-K-A-F-B ist die Merkformel dafür: Rolle, Kontext, Aufgabe, Format, Beispiele. Jeder Baustein grenzt den Wahrscheinlichkeitsraum des Modells weiter ein, damit die Antwort konkreter wird und weniger beliebig ausfällt. Die allgemeinen Grundlagen guter Prompts stehen in einem eigenen Beitrag, hier geht es um diese eine Formel.

Die fünf Bausteine

  • R wie Rolle: Du gibst dem Modell eine Persona, im Beispiel des Lehrgangs eine empathische HR-Managerin in einem Startup. Das beeinflusst typischerweise Stil und Wortwahl.

  • K wie Kontext: Das Warum. Du lieferst inhaltlichen Hintergrund, damit das Modell nicht raten muss, etwa: Der Bewerber war fachlich exzellent, die Gehaltsvorstellung aber zu hoch.

  • A wie Aufgabe: Die klare Handlungsanweisung: was genau getan werden soll.

  • F wie Format: Die Vorgabe zur Struktur, etwa eine kurze E-Mail mit maximal drei Sätzen. Sie beschreibt die gewünschte Textform.

  • B wie Beispiele: Du legst ein Muster bei, das Tonfall oder Struktur vorführt (Few-Shot). Vormachen wirkt häufig stärker als beschreiben.

Anti-Pattern: die Rolle mit Fachwissen verwechseln

Eine Rollenzuweisung wie „Du bist ein Anwalt“ erzeugt kein echtes Faktenwissen. Der Lehrgang warnt davor, eine juristische Rolle mit belegtem Fachwissen gleichzusetzen: Die Rollenangabe allein macht die Antwort nicht fachlich verlässlich. Eine Rolle verschiebt in der Regel den Stil, nicht die fachliche Substanz. Wer das verwechselt, riskiert Halluzinationen im Fachjargon.

Wann du die Formel nicht streng brauchst

Die Formel ist ein flexibler Werkzeugkasten, keine Pflichtübung. Nicht jeder Prompt braucht alle fünf Elemente, und moderne Modelle sind oft kontextsensitiv genug, dass auch ein knapper Auftrag brauchbare Ergebnisse bringt. Für eine kurze Standard-E-Mail arbeitest du nicht sklavisch die ganze Liste ab.

Die Formel als Diagnose-Werkzeug

Rückwärts ist die Formel am stärksten. Ist das Ergebnis der KI schwammig, prüfe, welcher Baustein fehlen könnte, und ergänze genau den. Du kannst auch frei diktieren und die KI bitten, deinen Text in dieses Raster aufzuräumen.

Wiederkehrende Vorgaben musst du nicht jedes Mal tippen, dafür gibt es Custom Instructions. Und wenn das Nachschärfen über viele Runden kippt, lohnt der Blick auf Context Confusion. Prompting ist Thema in Modul 4 des Lehrgangs Manager für KI-Kompetenzen (IHK).

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