Diversity

Wie setze ich inklusive Sprache in Unternehmens-Kommunikation um?

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Warum inklusive Sprache wirkt

Studien (UC Berkeley 2018, MIT 2021): Bewerber reagieren auf Sprache schon vor inhaltlichen Kriterien. 'Hungry rockstar developer' wirkt anders als 'Engineer who collaborates well'. Inklusive Sprache erweitert messbar den Bewerber-Pool.

Fünf Bausteine

  1. Gender-Neutralität: 'Mitarbeiter' / 'Mitarbeitende' / 'Mitarbeiterschaft'. Konsequent eine Form wählen, im Style-Guide festlegen.

  2. Vermeidung stigmatisierender Begriffe: 'Migrationshintergrund' wenn nicht relevant weglassen. 'Behinderter' -> 'Mensch mit Behinderung'. 'Stamm-Mitarbeiter' -> 'Erfahrene Mitarbeitende'.

  3. Klar-Schreiben: kurze Sätze, weniger Substantivierungen, weniger Idiome. Hilft Nicht-Muttersprachler + Personen mit Lese-Beeintraechtigung.

  4. Bilder-Diversity: Stock-Fotos quer durch Alter, Geschlecht, Herkunft, Behinderung. Authentisch, nicht inszeniert.

  5. Vielfaeltige Quellen + Beispiele: Praxis-Beispiele aus verschiedenen Geschlechts-/Alters-Konstellationen. Vermeide nur Männer als 'CEO-Beispiel'.

Style-Guide aufsetzen

Ein 5-Seiten-Style-Guide reicht. Inhalte:

  • Welche Gender-Form? Doppelpunkt, Stern, Neutralformen.

  • Liste stigmatisierender Begriffe + Alternativen.

  • Bild-Auswahl-Kriterien für Marketing-Material.

  • Beispiel-Sätze für häufige Situationen (Mail-Anrede, Bewerber-Ansprache, Kundenkommunikation).

Tools

  • Linguistic Inquiry and Word Count (LIWC): analysiert Texte auf Inklusivitaet.

  • Textio: KI-basierte Job-Posting-Optimierung. Premium-Tool.

  • Genderwoerterbuch (geschicktgendern.de): kostenlose Alternativen-Datenbank.

  • Hemingway Editor: prüft Lesbarkeit + Klar-Schreiben.

Anti-Patterns

  • Inklusive Sprache nur in HR, nicht im Rest: wirkt aufgesetzt.

  • Sprache ändern, Verhalten nicht: Kosmetik ohne Substanz.

  • Zu viele Sonderzeichen: Mitarbeiter*:_innen ist nicht inklusiv, sondern unlesbar.

  • Überkorrektur: jeder Satz mit 4-Faktor-Disclaimer. Erstickt Lesefluss.

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