Digitalisierung

Wann nutzt du disruptives, wann evolutionäres Vorgehen?

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Evolutionäres Vorgehen

Optimierung des bestehenden Geschäftsmodells. Schritt für Schritt, kleine Verbesserungen, klare KPIs. Wenig Risiko, planbar, geringer Widerstand. Funktioniert in stabilen Märkten mit etablierten Kundenbedürfnissen. Beispiel: Optimierung der Logistik-Prozesse, Effizienz-Steigerung in der Produktion.

Disruptives Vorgehen

Komplett neues Geschäftsmodell wird parallel zum bestehenden aufgebaut. Eigenes Team, eigene Tools, eigene KPIs. Hohes Risiko, hohe Belohnung. Nötig, wenn neue Technologie oder neue Marktdynamik die alte Welt obsolet macht. Beispiel: Print-Verlag baut Digital-First-Marke parallel auf.

Wann was passt

Stabiler Markt mit langsamer Veränderung: evolutionär reicht. Markt mit disruptiver Technologie (KI, Blockchain, neue Plattformen): disruptiv ist nötig, sonst überlebt man nicht. Hybrid-Modell: 80 Prozent evolutionär (Hauptgeschäft sichern), 20 Prozent disruptiv (Zukunft bauen). Diese Aufteilung schützt vor Kollaps und ermöglicht Zukunft.

Organisations-Trennung

Disruptive Projekte brauchen organisatorische Distanz zum Hauptgeschäft. Sonst werden sie von etablierten Strukturen, Kennzahlen, Kulturen erstickt. Eigene Räume, eigene Reporting-Linien, eigene Kultur, eigene Bezahlsysteme. Diese Trennung erlaubt echte Innovation. Bekannt als „Ambidextrie“, beidhändige Organisation.

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