Welche Geschäftsmodelle wurden erst durch Daten möglich?
Plattformen als Daten-Geschäftsmodell
LinkedIn weiß, in welcher Branche du arbeitest, mit wem du verbunden bist und welche Themen dich interessieren. Diese Daten werden an Werbetreibende verkauft, die zielgenaue Kampagnen schalten. Das eigentliche Produkt für Werbetreibende sind die Daten, nicht die Plattform selbst.
Vermittlung ohne Assets
Airbnb besitzt keine Wohnungen, Uber keine Fahrzeuge. Beide Plattformen erstellen Wert, indem sie Angebot und Nachfrage zusammenführen. Ihre Stärke liegt in der Datenmenge: je mehr Buchungen und Nutzer, desto bessere Matches, desto attraktiver die Plattform, desto mehr Nutzer. Klassischer Netzwerk-Effekt, getrieben von Daten.
Personalisierung als Mehrwert
Spotify, Amazon und Netflix nutzen Verhaltens-Daten für Empfehlungen. Je präziser die Vorschläge, desto länger bleiben Nutzer auf der Plattform, desto mehr Daten entstehen, desto besser werden die Vorschläge. Diese positive Rückkopplung ist eine der stärksten Wettbewerbs-Schutzmauern moderner Plattformen.
Was du daraus für dein Unternehmen ableitest
Frage dich, welche Daten du heute schon erzeugst, ohne sie zu nutzen. Welche neuen Daten könntest du erfassen, wenn du gezielt darauf hinarbeitest? Welche Daten könnten externe Partner brauchen und wären bereit, dafür zu zahlen? Auch im Mittelstand entstehen so neue Erlöslinien.
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Andrea Grießmann
Moderatorin (u. a. WDR planet.wissen), systemischer Coach, Begleiterin durch alle thekey-Lehrgänge
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