Wie führst du Total Quality Management (TQM) ein?
Das Total im TQM
Das Total steht für umfassend: Alle Mitarbeitenden, alle Abteilungen, alle Prozesse fühlen sich für Qualität verantwortlich. Nicht nur die QM-Abteilung kümmert sich, sondern Vertrieb, Produktion, Service und IT denken gemeinsam Qualität. Das gemeinsame Ziel: Kundenanforderungen treffen oder übertreffen.
Die sieben ISO-Grundsätze
1) Kundenorientierung. 2) Führung (Vorbild und Strukturen). 3) Einbeziehung von Personen (alle mitmachen). 4) Prozessansatz (statt Silo-Denken). 5) Verbesserung (KVP). 6) Faktenbasierte Entscheidungsfindung (Daten statt Bauchgefühl). 7) Beziehungsmanagement (Lieferanten, Partner). Diese sieben Punkte sind die Basis moderner QM-Systeme und finden sich auch in der ISO 9001 wieder.
TQM vs. klassisches QM
Klassisches QM endet oft bei Kontrolle und Korrektur (Endprüfung im Produktionsablauf). TQM erweitert um Prävention (Probleme nicht entstehen lassen), Beteiligung (alle einbeziehen), Strategie (Qualität als Wettbewerbsvorteil). Damit wird QM zum Führungsthema, nicht zur Prüfabteilung.
Praxis-Einstieg in TQM
Drei Schritte: 1) Selbstcheck nach den sieben Grundsätzen, wo stehen wir bei jedem? 2) Sponsoren in Geschäftsleitung gewinnen, damit Führung das Vorhaben trägt. 3) Pilotprozess wählen und alle sieben Grundsätze daran üben, statt firmenweit auszurollen. Aus dem Piloten Lernkurve nehmen, dann ausweiten.
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