Wie schätzt du Aufwand mit Story Points?
Warum nicht Stunden
Stundenschätzungen suggerieren Genauigkeit, die niemand hat. Außerdem: Stunden hängen von der Person ab, Story Points beschreiben die Aufgabe selbst. Plus: Stunden-Vergleiche zwischen Teams sind sinnlos. Story Points sind teamspezifisch, dafür schneller geschätzt und realistischer für Sprint-Planung.
Fibonacci-Reihe
1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, wachsende Abstände spiegeln wachsende Unsicherheit. Eine 1-Punkt-Story ist klar definiert, eine 21-Punkt-Story enthält viel Unbekanntes. Wer eine 21 schätzt, sollte sie meist aufteilen. Größere Zahlen (40, 100) heißen: zu groß, neu denken, nicht in einem Sprint machbar.
Planning Poker
Bekanntestes Schätzverfahren. Alle Team-Mitglieder schätzen gleichzeitig und decken auf. Wenn Schätzungen abweichen: Diskussion, dann neu schätzen. Verfahren hebt unterschiedliche Annahmen ans Licht (z.B. der Backend-Entwickler sieht 8, weil DB-Schema komplex; der Frontend-Entwickler 3, weil UI trivial). Gemeinsames Verständnis entsteht.
Velocity als Folge
Pro Sprint summieren sich erledigte Story Points zur Velocity. Nach 3-5 Sprints stabilisiert sich der Wert (typisch 20-50 Punkte). Velocity hilft bei Sprint-Planung (wie viele Points passen?). Wichtig: Velocity nicht zwischen Teams vergleichen oder als Performance-Kennzahl missbrauchen, sie ist nur teaminternes Planungs-Tool.
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