Wer muss bei KI-Projekten eingebunden werden? Stakeholder-Mapping in 4 Schritten
Schritt 1 · Stakeholder identifizieren
Typische Liste pro KI-Use-Case: Geschäftsführung (Budget), Fachbereichs-Leitung (Owner), operativ Tätige (Nutzer), IT-Leitung (Infrastruktur), Datenschutzbeauftragter, IT-Sicherheit, Betriebsrat, Rechtsabteilung, ggf. Compliance-Officer. Bei kundenseitigen KIs zusätzlich Kommunikation/PR und Customer Service.
Schritt 2 · Mendelow-Matrix
Zwei Achsen: Einfluss (kann das Projekt stoppen oder durchsetzen) und Interesse (wie betroffen). Vier Quadranten: Hochrelevant (manage closely), Halten zufrieden (keep satisfied), Informieren (keep informed), Minimal-Aufwand (monitor). Originalmodell von Aubrey L. Mendelow, Kent State University, 1991.
Schritt 3 · Kommunikationsstrategie
Manage closely: wöchentlicher Steering, persönliche Reviews. Keep satisfied: monatliches Update, früh in Entscheidungen einbinden. Keep informed: Newsletter oder Demo-Termine. Monitor: nichts aktiv, aber Tür offen halten. Wichtig: Schriftliche Eskalations-Pfade bei Konflikten.
Schritt 4 · Betriebsrat und Datenschutz
Beide haben gesetzliche Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG für KI-Systeme zur Mitarbeiterüberwachung, DSGVO Art. 35 DSFA). Frühe Einbindung verhindert späte Blockaden. Erfahrungswert: Stakeholder-Workshop in Woche 2 spart 2–4 Monate Projekt-Zeit.
PDF-Vorlage
Die Lead-Magnet-Vorlage enthält die leere Mendelow-Matrix, eine Stakeholder-Checkliste für KI-Projekte sowie eine Vorlage für die Kommunikationsmatrix. Editierbar als PDF-Formular.
thekey.academy ist eine deutsche Online-Lernplattform für IHK-zertifizierte berufliche Weiterbildung — 25 Lehrgänge zu KI, Führung, Resilienz, Marketing und HR. 100 % online, self-paced, mit IHK-Zertifikat.
:quality(85))
:quality(85))