Diversity Management

Was sind Mikroaggressionen und wie erkennst du sie?

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Die drei Arten

Microassaults: bewusste verbale Angriffe (selten in modernen Unternehmen). Microinsults: unsensible Bemerkungen ohne bewusste Absicht („Du bist ja anders als die anderen Asiaten“). Microinvalidations: Erfahrungen marginalisierter Gruppen werden abgestritten („Wir haben hier keinen Rassismus“). Alle drei Arten beschädigen, vor allem die letzten beiden, weil sie unsichtbarer sind.

Typische Beispiele im Beruf

„Du sprichst aber gut Deutsch“ (impliziert: du gehörst nicht hierhin). „Du siehst gar nicht aus wie eine Ingenieurin“ (impliziert: Frauen sind keine Ingenieurinnen). „Bei euch ist es wahrscheinlich anders mit Pünktlichkeit“ (kulturelle Stereotypen). „Geht es deinem Mann gut, dass du so viel arbeitest?“ (Vereinbarkeit als Frauenproblem).

Warum problematisch

Einzelne Mikroaggression scheint harmlos. Summe über Jahre = ständige Belastung. Betroffene investieren Energie ins Aushalten, statt in die Arbeit. Folge: höherer Stress, niedrigere Bindung, mehr Kündigungen. Studien zeigen: 50-80% marginalisierter Mitarbeitender erlebt regelmäßig Mikroaggressionen.

Was tun

Als Beobachter: ansprechen, ohne anzuklagen („Vielleicht war das nicht so gemeint, aber das könnte verletzend wirken, weil…“). Als Sprecher unbewusster Mikroaggression: zuhören, lernen, entschuldigen, weniger defensiv reagieren. Als Betroffener: ansprechen mit konkreten Beispielen, Verbündete einbeziehen, bei Wiederholung HR involvieren.

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