Leadership

Wie gehe ich mit Impostor-Syndrom als Führungskraft um?

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Was Impostor-Syndrom ist

Pauline Clance + Suzanne Imes (1978): das Gefühl, Erfolg sei Zufall + man werde bald als Hochstapler entlarvt. Trotz objektiver Evidenz für Kompetenz. Besonders häufig bei Frauen, Minderheiten, Career-Switcher + Hochbegabten.

Typische Gedanken

  • 'Ich habe Glück gehabt, das war kein Können'.

  • 'Bald merkt jemand, dass ich nicht so gut bin'.

  • 'Andere wissen das viel besser'.

  • 'Ich gehoere hier nicht hin'.

  • 'Wenn ich Hilfe frage, denken sie ich bin inkompetent'.

Strategie 1: Anerkennen + Normalisieren

  1. Erkennen, dass es ein Muster ist, kein Fakt.

  2. Lesen über das Syndrom - Buch oder Artikel.

  3. Mit anderen Führungs-Personen sprechen - 70 % erleben es.

  4. Selbst-Mitgefühl statt Selbst-Kritik.

  5. Akzeptanz: 'Das Gefühl ist da, ich handle trotzdem'.

Strategie 2: Erfolge dokumentieren

  • Brag-Document: alle Erfolge, Anerkennungen, Lerneffekte aufschreiben.

  • Wochentlich aktualisieren.

  • Bei Selbstzweifel: nachlesen.

  • Konkrete Daten (Zahlen, Anerkennung).

  • Mit Mentor teilen.

Strategie 3: Mentor + Peer-Support

  • Mentor mit ähnlichem Werdegang.

  • Peer-Gruppe (Mastermind).

  • Externes Coaching.

  • Therapeutische Unterstützung bei starkem Leidens-Druck.

  • Nicht alleine durchkaempfen.

Strategie 4: Reframing

  1. Gedanke erkennen: 'Ich gehoere hier nicht hin'.

  2. Hinterfragen: 'Welche Evidenz spricht dagegen?'

  3. Reframen: 'Ich bin hier, weil ich verdient bin + lerne weiter'.

  4. Affirmation: 'Ich darf hier sein + bringe Wert'.

  5. Wiederholung - neues Muster braucht 3-6 Monate.

Konkrete Praktiken

  • Win-Journal: tägliche Erfolge.

  • Anerkennungs-Mails sammeln in Ordner.

  • Quartalsweise Erfolgs-Rueckblick.

  • Vor Präsentationen Brag-Document lesen.

  • Fragen statt Beweisen.

Was nicht hilft

  • Mehr leisten - verstärkt das Muster.

  • Anerkennung abweisen - verfestigt Selbst-Bild.

  • Vergleich mit anderen.

  • Nicht-Sprechen über das Thema.

  • Selbst-Kritik für Selbst-Kritik.

Für Führungskräfte (anders)

  • Verantwortlich für Sichtbarkeit eigener Leistung.

  • Vorbild für Team - Verletzlichkeit erlaubt.

  • Mentoring anderer hilft sich selbst.

  • Karriere-Nächste-Schritte trotz Unsicherheit nehmen.

Wenn pathologisch

  1. Wenn Impostor-Gefühl Leistung blockiert.

  2. Wenn Angst-Symptome (Schlaflosigkeit, Panik).

  3. Wenn Vermeidung wichtiger Karriere-Schritte.

  4. Wenn Depression-Symptome.

  5. Therapeutische Unterstützung sinnvoll.

Organisations-Sicht

  • Anerkennungs-Kultur fördern.

  • Klare Beförderungs-Kriterien.

  • Mentoring-Programme.

  • Diversity-Initiativen (Minderheiten besonders betroffen).

  • Psychologische Sicherheit.

Anti-Patterns

  • Impostor-Gefühle bekaempfen - verstärkt.

  • Allein durchstehen.

  • Perfektionismus als Lösung.

  • Permanent unter Beweis stellen.

  • Vergleich mit Personen, die andere Hintergrund haben.

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