Wie überwindest du Lampenfieber bei Vorträgen?
Lampenfieber ist nützlich
Adrenalin schärft Wahrnehmung, beschleunigt Denken, verstärkt Präsenz. Profi-Redner haben immer ein gewisses Lampenfieber, sie lernen nur damit umzugehen. Wer komplett entspannt auf die Bühne geht, wirkt oft langweilig. Ziel ist nicht Null Lampenfieber, sondern produktive Anspannung.
Atemtechnik vor dem Auftritt
4-7-8-Atmung: 4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden halten, 8 Sekunden ausatmen. Dreimal wiederholen. Das aktiviert den Parasympathikus, beruhigt den Herzschlag, klärt den Kopf. Funktioniert backstage, im WC, im Lift, ohne dass jemand etwas merkt. In 60 Sekunden spürbar entspannter.
Erste 60 Sekunden auswendig
Der Anfang ist der kritischste Moment. Lerne die ersten zwei bis drei Sätze auswendig, fast wörtlich. Wenn der Start sitzt, fließt das restliche Vortrag fast von selbst. Improvisieren am Anfang ist riskant, weil das Gehirn unter Adrenalin Schwierigkeiten hat, Worte zu finden.
Spotlight-Effekt entlarven
Du fühlst Lampenfieber stark, aber dein Publikum sieht es kaum. Studien zeigen: Zuschauer bemerken nur 10 bis 20 Prozent dessen, was Redner selbst als nervös wahrnehmen. Diese Erkenntnis allein entspannt viele. Wer das Spotlight auf sich kleiner einschätzt, verliert einen Teil der Angst.
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