Krisen-Kommunikation

Wie bereite ich Krisen-Kommunikation vor?

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Was Krisen sind

Ereignis mit hoher Aufmerksamkeit + erheblichem Reputations- oder operativen Schaden. Beispiele: Daten-Leak, Produkt-Rückruf, Skandal eines Führungs-Mitglieds, Cyber-Angriff, Naturkatastrophe.

Säule 1: Krisen-Plan

  1. Szenarien-Liste (10-20 typische Krisen pro Branche).

  2. Pro Szenario: Eskalations-Pfad, Verantwortliche, erste 24 h.

  3. Kontakt-Liste 24/7 (Krisen-Team, Recht, PR-Agentur).

  4. Eskalations-Kriterien: ab wann ist es Krise?

  5. Plan im 6-Monats-Rhythmus testen + updaten.

Säule 2: Krisen-Team

  • CEO oder COO als Lead.

  • Kommunikation / PR-Verantwortlicher.

  • Recht (intern + extern).

  • Operativ Verantwortlicher für die Sache.

  • HR (bei Personal-Krisen).

  • IT/Security (bei Cyber-Krisen).

  • Max 5-7 Personen - sonst Entscheidung blockiert.

Säule 3: Vorbereitete Statements

  • Holding-Statements pro Szenario.

  • Anpassbare Templates.

  • Standpunkt klar, kein 'No-Comment'.

  • Empathie + Verantwortung anerkennen.

  • Nächste Schritte ankündigen.

Säule 4: Kanal-Strategie

  1. Erste Aussage: meist Press-Release + Social.

  2. Mitarbeitenden-Information BEVOR öffentlich.

  3. Kunden-Information über CRM + Status-Seite.

  4. Stakeholder (Investoren, Behörden) gezielt.

  5. Media-Anfragen über zentralen Kanal.

  6. Soziale Medien aktiv beobachten.

Erste 24 Stunden

  1. Stunde 0-1: Krisen-Team aktiviert. Erste Aussage vorbereitet.

  2. Stunde 1-3: erste Aussage publiziert. Stakeholder informiert.

  3. Stunde 3-12: Status-Updates. Fakten klären.

  4. Stunde 12-24: tiefer-gehende Kommunikation. Nächste Schritte.

  5. Wenn möglich: persönliches Statement vom CEO.

Goldene Regeln

  • Schnell, ehrlich, empathisch.

  • Keine Spekulation - nur Fakten.

  • Keine Vertuschung - fliegt auf.

  • Verantwortung anerkennen.

  • Nächste Schritte konkret.

  • Pro-aktiv kommunizieren statt reaktiv.

Was nicht tun

  • Schweigen oder 'No-Comment'.

  • Schuld auf Andere schieben.

  • Spät kommunizieren.

  • Inkonsistente Botschaften über Kanäle.

  • Soziale Medien ignorieren.

  • Mit Drohungen reagieren (Klage gegen Journalisten).

Krisen-Simulation

  1. Tabletop-Übung 1-2x pro Jahr.

  2. Realistisches Szenario.

  3. Team agiert 2-4 Stunden lang.

  4. Externe Moderation.

  5. Lessons-Learned + Plan-Updates.

Anti-Patterns

  • Krisen-Plan nie getestet - funktioniert im Ernstfall nicht.

  • Erst Krisen-Plan bauen während Krise.

  • Krisen-Team zu gross - keine Entscheidung.

  • Recht blockiert Kommunikation - Reputations-Schaden wächst.

  • Mitarbeitende erfahren aus Presse.

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