Was bedeutet iteratives Arbeiten in KI-Projekten konkret?
Zyklus-Aufbau
Ein klassischer Zyklus dauert zwei bis vier Wochen. Zu Beginn definierst du das Sprint-Ziel: Was soll am Ende fertig sein? Während des Sprints arbeitet das Team fokussiert daran. Am Ende prüft ihr gemeinsam: Was haben wir erreicht? Was war hilfreich? Was war Bremse? Daraus entsteht der nächste Sprint.
Vorteile gegenüber Wasserfall-Planung
Im Wasserfall planst du alles vor, dann baust du alles, dann übergibst du. Treten unterwegs Veränderungen ein, ist Nachsteuern teuer. Iterativ kannst du nach jedem Sprint Kurs korrigieren, ohne dass du den Großteil der Arbeit verlierst. Das passt besonders zu KI-Projekten, in denen sich Anforderungen und technologische Optionen ständig verändern.
Selbstorganisation als Voraussetzung
Iterative Arbeit braucht selbstorganisierte Teams, die Entscheidungen vor Ort treffen können. Eine klassische Befehls-Kette mit Genehmigungs-Schleifen blockiert das Tempo. Wer agil arbeiten will, muss Entscheidungs-Befugnisse dezentralisieren und Führungskräfte als Coaches positionieren.
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Andrea Grießmann
Moderatorin (u. a. WDR planet.wissen), systemischer Coach, Begleiterin durch alle thekey-Lehrgänge
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