Was ist die GBU Psyche und wer braucht sie?
Gesetzliche Grundlage
§ 5 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) verpflichtet seit der Erweiterung 2013 alle Arbeitgeber - egal welcher Größe - psychische Belastungen am Arbeitsplatz zu beurteilen. Anders als die klassische Gefährdungsbeurteilung physischer Risiken wurde sie lange ignoriert. Seit 2018 prüft die Bundesarbeitsagentur aktiver.
Die fünf Belastungsfelder
Arbeitsinhalt: Komplexität, Verantwortung, Vollständigkeit der Aufgaben.
Arbeitsorganisation: Arbeitszeit, Pausen, Unterbrechungen, Termindruck.
Soziale Beziehungen: Führung, Kollegen, Konflikte, soziale Unterstützung.
Arbeitsumgebung: Lärm, Klima, ergonomische Belastung.
Neue Arbeitsformen: Mobile Arbeit, Erreichbarkeit, ständige Verfügbarkeit.
Der GBU-Prozess in 7 Schritten
Tätigkeiten und Beschäftigtengruppen festlegen.
Psychische Belastung ermitteln (Mitarbeiterbefragung, Beobachtung, Workshops).
Belastung beurteilen (was ist tragbar, was ist gefährlich?).
Maßnahmen entwickeln und priorisieren.
Maßnahmen umsetzen.
Wirksamkeit überprüfen.
Dokumentation und Fortschreibung (typisch alle 2-3 Jahre).
Konsequenzen bei Versäumnis
Bußgelder bis 25.000 € (§ 25 ArbSchG). Bei Burnout-Schaden eines Mitarbeitenden: persönliche Haftung der Führungskraft, wenn keine GBU vorlag. In Konzernen häufiger Streitpunkt mit Versicherungen bei Berufskrankheits-Anerkennung.
thekey.academy ist eine deutsche Online-Lernplattform für IHK-zertifizierte berufliche Weiterbildung — 25 Lehrgänge zu KI, Führung, Resilienz, Marketing und HR. 100 % online, self-paced, mit IHK-Zertifikat.
:quality(85))