Rhetorik & Kommunikation

Was sagt das Eisberg-Modell in der Kommunikation?

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10 Prozent über, 90 Prozent unter Wasser

Über Wasser: das Bewusste. Was gesprochen wird, der Inhalt, die Fakten. Unter Wasser: das Unbewusste. Werte, Haltungen, Erfahrungen, Sozialisation, alles was man im Rucksack mitbringt. Dieser Teil ist um Faktor neun größer und beeinflusst Kommunikation viel stärker als der gesprochene Inhalt.

Wenn Wort und Körper nicht zusammenpassen

Jemand sagt: Ich habe großes Interesse an dem, was du sagst. Aber Körper, Gestik und Mimik signalisieren etwas anderes. Verschränkte Arme, abgewandter Blick, hochgezogene Augenbraue. Was kommt an? Das Unbewusste. Wir spüren sofort, dass etwas nicht passt, und vertrauen der Körpersprache mehr als den Worten.

Warum Konflikte unter Wasser entstehen

Zwei Eisberge treiben aufeinander zu. Wo stoßen sie zuerst zusammen? Unter Wasser, im breiteren Teil. Genauso in Gesprächen: Die Sachebene wirkt harmlos, der Konflikt kocht aber im Unbewussten. Wer das nicht sieht, repariert auf der Sachebene und wundert sich, dass der Konflikt wiederkommt.

Praxis: das Unbewusste sichtbar machen

Drei Strategien: 1) Selbstreflexion vor wichtigen Gesprächen, mit welcher Haltung gehe ich rein? 2) Körpersprache des Gegenübers bewusst beobachten, wo passt Wort und Körper nicht? 3) Bei wiederkehrenden Konflikten nachfragen, was ist hier eigentlich der Punkt unter Wasser? Diese drei Techniken machen aus operativer Kommunikation echte Verständigung.

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