Was sind die Kerndimensionen von Diversity?
Sieben innere Kerndimensionen
Die innere Schicht des Modells: 1) Alter, 2) Geschlecht und geschlechtliche Identität, 3) sexuelle Orientierung, 4) ethnische Herkunft und Hautfarbe, 5) Religion und Weltanschauung, 6) Behinderung, 7) soziale Herkunft. Diese sieben Dimensionen sind im AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) als Diskriminierungsmerkmale geschützt.
Innere vs. äußere Dimensionen
Innere Dimensionen sind weitgehend unveränderlich. Äußere Dimensionen sind veränderbar: Familienstand, Wohnort, Beruf, Bildungsstand, Einkommen, Aussehen, Gewohnheiten. Sie sind oft sichtbar, wirken aber weniger schutzwürdig. Trotzdem führen sie häufig zu unbewussten Vorurteilen im Recruiting und in der Karriere.
Persönlichkeit als Kern
In der Mitte des Modells steht die individuelle Persönlichkeit. Sie verbindet alle Dimensionen und ist der Grund, warum Diversity nicht bedeutet, Menschen in Kategorien zu pressen. Jede Person ist eine einzigartige Mischung aller Dimensionen plus persönlicher Geschichte. Diversity-Arbeit respektiert diese Komplexität.
Praxis: Diversity-Inventur
Schritt 1: Wo stehen wir bei jeder der 7 inneren Dimensionen im Unternehmen? Zahlen sammeln (Geschlecht, Alter, Herkunft, sofern erfasst). Schritt 2: Wo sind wir homogen? Wo divers? Schritt 3: Wo wollen wir wachsen? Ohne diese Inventur bleibt Diversity ein Schlagwort, keine messbare Veränderung.
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