Was ist BPMN und wie modellierst du damit Prozesse?
Warum BPMN
Vor BPMN nutzte jeder eigene Symbole für Prozess-Diagramme, Kommunikation schwierig. BPMN ist ISO-standardisiert und wird in allen modernen Prozess-Tools (Camunda, Signavio, Visio) unterstützt. Wer BPMN beherrscht, kann jeden Prozess weltweit lesen und modellieren. Standardisierung schafft Effizienz.
Die Basis-Symbole
Aktivität (abgerundetes Rechteck): eine Aufgabe, z.B. „Rechnung prüfen“. Ereignis (Kreis): Start oder Ende oder Zwischenereignis. Gateway (Raute): Entscheidung oder Verzweigung. Sequenzfluss (durchgezogener Pfeil): Reihenfolge. Mit diesen vier Symbolen können bereits 90 Prozent aller Prozesse modelliert werden.
Pools und Lanes
Pools repräsentieren beteiligte Organisationen (Unternehmen, Abteilung). Lanes innerhalb eines Pools repräsentieren Rollen oder Personen. Jede Aktivität liegt in einer Lane, sodass Verantwortung sofort sichtbar ist. Beispiel: Lane „Vertrieb“ und Lane „Buchhaltung“ zeigen klar, wer was tut.
Tipps zur sauberen Modellierung
1) Pro Modell maximal 15-20 Aktivitäten, sonst unübersichtlich. 2) Komplexe Prozesse in Sub-Prozesse zerlegen. 3) Klare Bezeichnungen mit Verb + Objekt („Rechnung prüfen“, nicht „Rechnungsprüfung“). 4) Schleifen vermeiden, lieber explizite Gateways. 5) Vor Roll-out mit Beteiligten validieren. Diese Disziplin macht BPMN-Modelle nutzbar.
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