Stressmanagement

Welche Verantwortung haben Führungskräfte beim Stress am Arbeitsplatz?

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Gesetzliche Pflicht

Das deutsche Arbeitsschutzgesetz (§5 ArbSchG) verpflichtet Arbeitgeber, psychische Belastung zu beurteilen und zu reduzieren. Diese Pflicht liegt operativ bei Führungskräften. Verstöße können zu Bußgeldern, in schweren Fällen zu persönlicher Haftung führen. Plus: arbeitsrechtliche Konsequenzen bei nachweisbarer Vernachlässigung.

Realistische Arbeitsmengen

Häufigste Stress-Ursache: unrealistische Erwartungen. 'Mach das einfach noch dazu' ist die typische Killer-Phrase. Führungskräfte müssen den realen Aufwand kennen, Prioritäten setzen, Aufgaben abgeben oder verschieben. Wer ständig Überstunden fordert, schiebt Verantwortung ab und macht das Team kaputt.

Vorbild für Pausen

Führungskräfte, die selbst nie Pausen machen, abends Mails verschicken und im Urlaub erreichbar sind, kommunizieren implizit: 'Das ist die Erwartung'. Mitarbeitende imitieren. Umgekehrt: Wer sichtbar Pausen macht, abends offline ist, Urlaub ohne Erreichbarkeit nimmt, normalisiert gesunde Praktiken im ganzen Team.

Frühe Reaktion auf Anzeichen

Wenn Mitarbeitende Stress-Anzeichen zeigen (häufige Krankschreibung, sozialer Rückzug, Reizbarkeit, Leistungs-Abfall), nicht ignorieren. Stay-Interview führen, Arbeitslast prüfen, ggf. professionelle Unterstützung anbieten. Diese frühe Reaktion verhindert Burnout, was sowohl menschlich richtig als auch wirtschaftlich klug ist.

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