Wie identifizierst du Stakeholder in deinem KI-Projekt?
Schritt 1: alle Stakeholder sammeln
Setze dich mit deinem Team eine Stunde zusammen und sammle, wer alles Interesse oder Einfluss auf das Projekt haben könnte. Erweitere die Liste durch Befragung der Geschäftsführung und Interessens-Gruppen wie Betriebsrat oder Datenschutz. Schau in vergleichbare frühere Projekte: Welche Stakeholder gab es da? Ziel ist eine möglichst vollständige Liste, oft 50 bis 60 Einzel-Personen oder Gruppen.
Schritt 2: Stakeholder-Matrix
50 Stakeholder kannst du nicht alle individuell bespielen. Die Stakeholder-Matrix priorisiert nach zwei Achsen: Einfluss (wie stark kann der Stakeholder das Projekt beeinflussen?) und Interesse (wie stark ist er am Ausgang interessiert?). Hoher Einfluss plus hohes Interesse landen rechts oben und brauchen intensivste Kommunikation.
Dritte Dimension: Einstellung
Farben kennzeichnen die Haltung der Stakeholder. Rot bedeutet kritisch gegenüber dem Projekt, gelb neutral, grün positiv. Ein roter Punkt rechts oben ist ein Achtung-Signal: hier kann ein einzelner Stakeholder das Projekt blockieren. Klassischer Kandidat: ein kritisch eingestellter Betriebsrat oder Datenschutz-Beauftragter.
Was daraus folgt
Investiere die meiste Kommunikations-Zeit in Stakeholder rechts oben, besonders die roten Punkte. Versuche, sie durch intensive Einbindung und Mitsprache in grüne Stakeholder zu verwandeln. Stakeholder im linken unteren Quadranten (niedriger Einfluss, niedriges Interesse) bekommen ein Standard-Update, mehr nicht.
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