Wie betrachtest du KI-Anwendungen aus der Produkt-Perspektive?
Innensicht vs. Außensicht
Die Innensicht fragt: Wie laufen unsere Prozesse? Wo können wir effizienter werden? Wertvolle Sicht, aber begrenzt. Die Außensicht fragt: Was erleben Kunden? Welche Probleme haben sie heute? Was würde ihre Welt verbessern? Aus dieser Perspektive entstehen oft die wertvollsten KI-Anwendungen.
Was die Produkt-Perspektive liefert
Du nimmst Elemente aus dem Product Management: Wie ist das Produkt gestaltet? Wie sieht der Lebenszyklus aus? Welches Kunden-Feedback bekommst du? Welche Pain Points äußern Kunden? Welche Wünsche kannst du heute noch nicht erfüllen? Aus diesen Antworten entstehen Use-Cases, die KI lösen kann.
Beispiele aus der Praxis
Spotify hat seine Discover-Weekly-Playlist nicht erfunden, weil ein Prozess effizienter sein sollte, sondern weil sie ein neues Nutzer-Erlebnis schaffen wollten. Amazon-Empfehlungen sind kein Prozess, sondern ein Produkt-Feature. Tesla-Autopilot ändert nicht den Autobau-Prozess, sondern das Auto-Erlebnis. Diese KI-Anwendungen entstanden aus Produkt-Perspektive, nicht Prozess-Perspektive.
Kombination beider Sichten
Die stärksten KI-Projekte kombinieren beide: Innensicht-Optimierung schafft Effizienz, Außensicht-Innovation schafft Differenzierung. Wer nur Prozesse optimiert, wird zwar schneller, bleibt aber austauschbar. Wer nur Produkte innoviert, ohne Prozesse zu hinterlegen, scheitert an der Skalierung.
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