Stressmanagement

Was steckt hinter dem inneren Antreiber „Sei stark!"?

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Die fünf inneren Antreiber

Die Transaktionsanalyse beschreibt fünf unbewusste Glaubenssätze, die unser Stresslevel maßgeblich beeinflussen: „Sei stark!", „Sei perfekt!", „Mach es allen recht!", „Streng dich an!" und „Sei schnell!". Jeder Mensch hat meist ein oder zwei dominante Antreiber. Sie sind in der Kindheit verinnerlicht worden und laufen seitdem im Hintergrund.

Typische Verhaltensmuster

Menschen mit dem „Sei stark!"-Antreiber zeigen ein Verhaltensmuster, das ihnen selbst meist gar nicht bewusst ist. Sie verstecken Gefühle hinter einer Schale. Sie übersehen eigene Grenzen, weil das Eingeständnis von Erschöpfung als Schwäche gilt. Sie holen erst Hilfe, wenn die Lage längst kritisch ist. Burnout-Risiko: massiv erhöht.

Der typische Spruch dazu

„Ein Indianerherz kennt keinen Schmerz." Wer als Kind solche Sätze gehört hat, hat oft den „Sei stark!"-Antreiber verinnerlicht. Sätze wie „Indianer weinen nicht", „Jungs zeigen keine Gefühle" oder „Du musst tapfer sein" wirken Jahrzehnte später nach, in jedem Meeting, in jedem Konflikt, bei jeder Überlastung.

Die alternative Formulierung

Den alten Antreiber löschst du nicht. Aber du kannst ihn überschreiben. Formuliere einen neuen Satz, der dir hilft: „Ich darf um Hilfe bitten und damit anderen ein Geschenk machen." Notiere ihn auf einem Zettel und platziere ihn dort, wo du ihn täglich siehst. Nach drei bis sechs Monaten verinnerlichst du ihn. Das klingt esoterisch, ist aber nachweisbar in der kognitiven Verhaltenstherapie erprobt.

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