Was müssen Manager über den EU AI Act wissen?
Die vier Bausteine in der Reihenfolge der Geltung
1. Art. 4 · KI-Kompetenz (seit 2.2.2025): Unternehmen müssen sicherstellen, dass Mitarbeiter, die KI-Systeme nutzen, über ausreichende KI-Kompetenz verfügen. Konkret: dokumentierte Schulungen, fortlaufende Weiterbildung, klare Verantwortlichkeiten.
2. Art. 5 · Verbotene Praktiken (seit 2.2.2025): Acht KI-Anwendungen sind komplett verboten, u.a. Social Scoring durch Behörden, manipulative Subliminal-Techniken, Emotionserkennung am Arbeitsplatz, ungezielte Gesichtserkennung im öffentlichen Raum.
3. Art. 6 + Anhang III · Hochrisiko-Systeme (ab 2.8.2026): KI in den Bereichen kritische Infrastruktur, Bildungszugang, Personalauswahl, Kreditscoring, Strafverfolgung, Justiz, Migration etc. gilt als hochriskant, mit umfassenden Konformitäts-Pflichten (Risk-Management, Datengovernance, Logging, menschliche Aufsicht, Konformitätsbewertung).
4. Art. 50 · Transparenz (ab 2.8.2026): KI-generierte Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) müssen als solche kennzeichenbar sein. Chatbots müssen sich offenbaren. Deepfakes brauchen Hinweise.
Was tun?
Drei konkrete erste Schritte: (1) KI-Anwendungen im Unternehmen erheben, (2) Mitarbeiter-Schulung für Art. 4 dokumentiert anstoßen, (3) für Hochrisiko-Anwendungen Konformitätsbewertung planen, die Vorlaufzeiten sind lang.
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