Was ist das 3-K-Modell von Hugo Kehr und wie hilft es im KI-Change?
Kopf: rationale Einsicht
Die Kopf-Komponente betrifft das Verstehen. Mitarbeitende fragen sich: Warum führen wir KI ein? Was ist das Ziel? Welcher Nutzen entsteht? Antworten brauchen klare Kommunikation, immer wiederholt, in verschiedenen Formaten. Eine einmalige Townhall reicht nicht. Pro Mitarbeitenden braucht es typischerweise sieben Wiederholungen, bis eine Botschaft wirklich ankommt.
Bauch: implizite Motive
Die Bauch-Komponente betrifft Gefühle: Angst vor Job-Verlust, Sorge vor Überforderung, Unsicherheit vor dem Neuen. Hier hilft keine rationale Erklärung. Was hilft: persönlicher Austausch in kleinen Gruppen, ehrliche Antworten auf Sorgen, sichtbare Beispiele dafür, dass die Sorgen ernst genommen werden. Vertrauen baust du nicht in Slides auf.
Hand: subjektive Fähigkeiten
Die Hand-Komponente betrifft das Können. Mitarbeitende fragen sich: Kann ich das überhaupt? Reichen meine Skills? Hier hilft konkretes Training: praktische Übungen, sichere Erfolgserlebnisse, schrittweise Steigerung. Wenn ein Mitarbeitender beim ersten Versuch erfolgreich mit einem KI-Tool arbeitet, ist die Hand-Komponente aktiviert.
Alle drei brauchst du gleichzeitig
Kehrs Modell sagt: Wenn eine der drei Komponenten gleich null ist, ist die gesamte Motivation gleich null. Ein Mitarbeitender, der versteht und kann, aber Angst hat, bleibt blockiert. Einer, der versteht und keine Angst hat, aber sich nicht fähig fühlt, bleibt passiv. Plane deshalb Maßnahmen in allen drei Dimensionen parallel.
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