Warum ist Datensparsamkeit bei KI besonders wichtig?
Die DSGVO-Anforderung
Datensparsamkeit ist Pflicht-Prinzip der DSGVO: Du darfst nur die personenbezogenen Daten verarbeiten, die für den definierten Zweck nötig sind. „Vielleicht brauchen wir es noch" ist kein gültiger Zweck. Du musst also pro Projekt prüfen, welche Daten wirklich nötig sind.
Spannung mit KI-Bedarf
Moderne KI lebt von Daten. Mehr Daten verbessern Modelle, deshalb wollen Daten-Teams gerne alles sammeln. Diese Logik kollidiert mit DSGVO-Sparsamkeit. Auflösung: Anonymisierung und Pseudonymisierung, wo möglich. Statt vollständiger Personen-Profile reichen oft aggregierte Statistiken oder bewusst reduzierte Datensätze.
Sensible Daten und Cloud-KI
Sensible personenbezogene Daten (Gesundheit, Religion, Sexualität) gehören nicht in öffentliche Cloud-KI. Mitarbeitenden-Daten ebenfalls nicht ohne klare Rechtsgrundlage. Wenn du diese Daten für ein KI-Projekt brauchst, prüfe lokale Hosting-Optionen oder spezielle Datenschutz-konforme Anbieter.
Die Falle „mehr ist besser"
Nicht selten überschätzen Teams den Wert großer Datenmengen. Qualität schlägt Quantität: 1.000 gut gelabelte Beispiele sind oft wertvoller als 100.000 verrauschte. Frag dich: Brauche ich diese Daten wirklich, oder verfüttere ich nur, was da ist? Datensparsamkeit ist gleichzeitig DSGVO-Pflicht und gute Praxis.
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Andrea Grießmann
Moderatorin (u. a. WDR planet.wissen), systemischer Coach, Begleiterin durch alle thekey-Lehrgänge
Manager für angewandte KI-Transformation (IHK)
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LehrgangFachkraft für Datenschutz und -sicherheit (IHK)
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