Ikigai
Japanisches Konzept (生き甲斐, wörtlich ‚Wert des Lebens') für persönliche Sinnfindung. Westlich oft als Schnittpunkt von vier Bereichen dargestellt: was du liebst, worin du gut bist, wofür du bezahlt wirst, was die Welt braucht. Praktisches Werkzeug für Karriere- und Lebens-Reflexion.
Das ursprüngliche japanische Konzept Ikigai ist deutlich subtiler als die in der westlichen Welt populäre Vier-Kreise-Darstellung. In Japan beschreibt Ikigai eher das, was einem Freude im Alltag bereitet: Familie, Hobbys, kleine Routinen: nicht zwingend Beruf oder große Mission.
Die Vier-Kreise-Darstellung (Liebe, Stärke, Bezahlung, Bedarf) wurde 2014 von Marc Winn populär gemacht, basiert auf einem Venn-Diagramm. Sie ist westlich-praktisch und besonders im Coaching beliebt. Schnittpunkt aller vier = Ikigai = idealer Beruf. Realistisch erreichen die wenigsten alle vier, meist gibt es Trade-offs.
Praktische Nutzung in Karriere-Reflexion: pro Kreis 5-10 Items sammeln, dann Schnittmengen suchen. Hilft bei Karriere-Entscheidungen, Job-Wechseln, Sabbaticals. Plus: Ikigai-Mapping mit Coach oder Mentor liefert oft Erkenntnisse, die Selbst-Reflexion alleine nicht bringt.
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