Wochenplan in 15 Minuten: 6 Schritte für eine kontrollierte Woche
Wochenplanung in 6 Schritten à ~2,5 Min: (1) Rückschau letzte Woche (was wurde erreicht/offen), (2) Top-3-Ziele für die kommende Woche definieren, (3) Eisenhower-Sortierung aller Aufgaben, (4) Q2-Aufgaben in feste Kalender-Slots ziehen, (5) Q3 delegieren oder bündeln, (6) Frei-Zeiten und Energie-Peaks bewusst einplanen. Wer das wöchentlich macht, arbeitet messbar weniger reaktiv und schließt jede Woche ~2–3 strategische Aufgaben zusätzlich ab.
David Allens „Weekly Review“ ist das wirksamste Einzelritual aus dem GTD-System. Er beschreibt es als „den Anker, der das System trägt“. Wer sonst nichts aus GTD übernimmt, das Weekly Review allein bringt Output.
Hier eine schlanke 15-Minuten-Variante, die auch ohne kompletten GTD-Aufbau funktioniert.
Schritt 1: Rückschau (2 Min)
Letzte Woche durchgehen: Was wurde erledigt? Was nicht, und warum? Drei Sätze: „Erledigt: ___. Offen: ___. Lerneffekt: ___.“ Nicht bewerten, nur registrieren. Diese 2 Minuten sind die wirkungsvollsten, sie schaffen Klarheit über Patterns (z. B. „immer Donnerstagnachmittag bleibt liegen“).
Schritt 2: Top-3-Ziele (3 Min)
Was sind die 3 wichtigsten Ergebnisse, die diese Woche entstehen müssen? Nicht „Aufgaben“, sondern Ergebnisse. „Bericht abgegeben“ statt „Am Bericht arbeiten“. Diese 3 Ziele werden die Prioritäten für Schritt 4. Mehr als 3 funktioniert selten, wer 7 Top-Prioritäten setzt, hat keine.
Schritt 3: Eisenhower-Sortierung (3 Min)
Alle Aufgaben der Woche schnell auf 4 Quadranten verteilen: Q1 (wichtig + dringend), Q2 (wichtig + nicht dringend), Q3 (nicht wichtig + dringend), Q4 (nicht wichtig + nicht dringend). Tipp: Wenn ein Quadrant überquillt, hast du strukturell zu viel. Schritt 5 wird wichtiger.
Schritt 4: Q2 in den Kalender ziehen (3 Min)
Strategische Aufgaben (Q2) sind die einzigen, die ohne Kalender-Slot nicht passieren werden. Pro Q2-Aufgabe einen festen Block reservieren, ideal im Energie-Peak (für die meisten vormittags). Diese Blöcke sind so verbindlich wie Termine mit anderen. „Kollidiert mit nichts“ bedeutet: keine andere Verpflichtung darf reinrutschen.
Schritt 5: Q3 delegieren oder bündeln (2 Min)
Nicht-wichtige aber dringende Aufgaben: an wen lassen sie sich abgeben? Wenn nicht delegierbar: bündeln auf 1–2 feste Slots pro Woche („Mail-Stunde Mittwoch 14 Uhr“, „Admin-Block Freitag 11 Uhr“). Wer Q3 ohne Bündelung erledigt, verteilt sie über den ganzen Tag und zerstückelt jede Fokus-Phase.
Schritt 6: Frei-Zeiten + Energie bewusst einplanen (2 Min)
Sport, Pausen, Familien-Zeit als feste Blöcke einplanen, sonst werden sie zur Restvariable. Mindestens ein Block 90+ Min „nichts geplant“ pro Woche (für Spontanes, Erholung, Notfälle). Schlaf-Zielzeit als Termin im Kalender, nicht als Wunsch. Energie ist die Vorbedingung für Output, nicht das Ergebnis.
Fazit
Wann planen?
Sonntagabend (Vorteil: man geht entspannter in die Woche, weil alles geklärt ist) oder Montagmorgen (Vorteil: Trennung Privat/Arbeit). Probier beides 2 Wochen aus, bleibe bei dem, was sich natürlicher anfühlt. Wichtig: fester Termin im Kalender, nicht „mache ich, wenn ich dran denke“.
Was, wenn die Woche eskaliert?
Plan kollidiert mit Realität, täglich. Lösung: 5-Min-Tages-Mini-Review jeden Morgen. „Was ändert sich heute? Welche Q2-Slots bleiben? Was wird verschoben?“ Der Wochenplan ist Kompass, nicht Korsett.
FAQs
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