Welche DSGVO-Prinzipien sind für KI-Projekte besonders wichtig?
Datensparsamkeit
Erfasse nur Daten, die du wirklich brauchst. Im KI-Kontext ist das eine Spannung: Mehr Daten verbessern Modelle, aber die DSGVO fordert Beschränkung. Praktisch heißt das, vor dem Training kritisch zu prüfen, welche Felder wirklich nötig sind, und unnötige zu entfernen oder zu anonymisieren.
Transparenz und Auskunfts-Pflicht
Du musst Betroffene informieren, welche Daten du erfasst, wofür und wie lange. Bei KI-Anwendungen heißt das auch, transparent zu sein, ob und wie automatisierte Entscheidungen fallen, etwa bei Kreditvergabe oder Bewerber-Vorauswahl.
Zweck-Bindung als KI-Falle
Daten, die für Bestell-Abwicklung erhoben wurden, dürfen nicht ohne Weiteres für KI-Training in einem anderen Bereich genutzt werden. Wer das ignoriert, riskiert Bußgelder und Kunden-Vertrauen. Saubere Einwilligungen, Anonymisierung oder neue Datenerhebungen sind die wirksamen Wege.
Lösch-Pflicht und Betroffenen-Rechte
Personen haben Rechte auf Einsicht, Berichtigung und Löschung ihrer Daten. Bei trainierten KI-Modellen ist das technisch knifflig: Wie löschst du Einfluss eines einzelnen Datensatzes aus einem Modell? Lösch-Konzepte und Aufbewahrungs-Fristen sollten von Anfang an mitbedacht werden, nicht erst, wenn die erste Löschungs-Anfrage kommt.
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Andrea Grießmann
Moderatorin (u. a. WDR planet.wissen), systemischer Coach, Begleiterin durch alle thekey-Lehrgänge
Manager für angewandte KI-Transformation (IHK)
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LehrgangFachkraft für Datenschutz und -sicherheit (IHK)
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