Selbst-Ständigkeit

Welche Grundlagen brauche ich für Selbst-Ständigkeit 2026?

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Rechtsform-Wahl

  • Einzel-Unternehmer: einfach, persönliche Haftung, kein Mindest-Kapital.

  • Freiberufler: kein Gewerbeschein, aber Katalog-Berufe (Aerzte, Anwaelte, IT-Berater möglich).

  • GbR: bei 2+ Personen, persönliche Haftung.

  • GmbH: Haftungs-Beschraenkung, 25k Stammkapital, mehr Bürokratie.

  • UG (haftungsbeschraenkt): GmbH-light mit 1 EUR Stammkapital.

  • AG: für Boersengang, sehr komplex.

Anmeldung

  1. Finanzamt: Fragebogen zur steuerlichen Erfassung.

  2. Gewerbeamt (wenn Gewerbe): Anmeldung in Stadt.

  3. IHK / HWK: automatisch nach Gewerbe-Anmeldung.

  4. Handelsregister (bei GmbH, UG, AG, OHG, KG).

  5. Berufsgenossenschaft (oft Pflicht).

  6. Krankenkasse + Rentenversicherung-Klärung.

Steuern

  • Einkommensteuer (jährlich, mit Vorauszahlungen).

  • Umsatzsteuer (19 %, 7 %) - Pflicht ab 22.000 EUR Umsatz (Kleinunternehmer-Regel).

  • Gewerbesteuer (bei Gewerbe, ab 24.500 EUR Gewinn).

  • Voranmeldungen (USt monatlich / quartalsweise).

  • Steuerberater empfohlen ab Komplexität.

Buchhaltung

  1. EUR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung) für Klein-Unternehmer + Freiberufler.

  2. Bilanz-Pflicht bei GmbH + bestimmten Umsatz-Schwellwerten.

  3. Belege archivieren (10 Jahre).

  4. Buchhaltungs-Tools: Lexware, sevDesk, Buchhaltungsbutler, FastBill.

  5. DATEV-Schnittstelle für Steuerberater.

Sozial-Versicherung

  • Krankenversicherung: gesetzlich oder privat. Bei Selbststaendigkeit oft freiwillig gesetzlich oder PKV.

  • Rentenversicherung: nicht pflichtig für alle, aber Vorsorge wichtig.

  • Kuenstler-Sozialkasse (KSK) für Kreative.

  • Arbeitslosen-Versicherung: freiwillig möglich.

Versicherungen

  • Betriebs-/Berufs-Haftpflicht (Pflicht in vielen Branchen).

  • Berufs-Unfähigkeits-Versicherung.

  • Vermögens-Schaden-Haftpflicht (Berater).

  • Cyber-Versicherung.

  • Inhaltsversicherung (Equipment).

Marketing + Akquise

  1. Webseite + LinkedIn-Profil.

  2. Portfolio + Referenzen.

  3. Netzwerk aktiv pflegen.

  4. Erste Kunden über Bestands-Kontakte.

  5. Spezialisierung empfohlen - generisch ist schwierig.

  6. Content-Marketing für Sichtbarkeit.

Kosten Start-Up

  • Gewerbe-Anmeldung: 20-50 EUR.

  • Handelsregister (GmbH): 400-800 EUR + Notar.

  • Stammkapital (GmbH): 25k EUR.

  • Steuerberater initial: 500-1.500 EUR.

  • Software + Webseite: 500-1.500 EUR.

  • Versicherungen Erst-Jahr: 1.000-2.500 EUR.

Förderung

  • Existenzgründungs-Beratung (BAFA).

  • Gründungs-Zuschuss (bei Arbeitslosigkeit).

  • KfW-Förderkredite.

  • Mikro-Kredit-Fonds.

  • Coaching-Förderung (z. B. INQA, Berlin Pro FIT).

Anti-Patterns

  • Steuerliche Vorauszahlungen nicht eingeplant - Liquidaets-Krise.

  • Keine Buchhaltung - Belege chaotisch, hohe Korrektur-Aufwände.

  • Kein Steuerberater - kostspielige Fehler.

  • Krankenversicherung nicht geklärt.

  • Akquise erst nach Anmeldung - keine Pipeline.

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